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Die Geschichte einer unglaublichen Begegnung

By on 16. Dezember 2018, in Kurzgeschichten

„Kannst du es hören?“, flüsterte Isabella.

„Was meinst du?“, der Vater legte die Zeitung beiseite und lauschte.

„Stille, nichts, es ist unglaublich still heute!“, erwiderte sie.

Der Vater nickte.

Beide lauschten eine ganze Weile lang der Stille. Sie hatte etwas Feierliches, Heiliges an sich. Beide konnten es in ihren Herzen fühlen.

„Kannst du ihn sehen?“, fragte schliesslich Isabella.

Der Vater bekam ganz große Augen: „Also sehen, ich weiss nicht, aber ich spüre, dass etwas da ist, da schräg neben dir an deiner linken Seite!“

Das Mädchen nickte und streckte ihre Hand dorthin.

Die Hand wurde ganz warm und sie bekam rote Backen.

Der Vater beobachtete alles und konnte nicht wirklich begreifen was da gerade geschah.

„Er will, dass du vertrauen hast!“, sagte Isabella, „er möchte, dass du nicht mehr nur an das glaubst was du sehen kannst, er möchte, dass du einfach nur hinfühlst und vertraust. Es wird sich alles zum Guten wenden. Er möchte, dass wir wissen, dass er und alle Lichtwesen auf uns achten, uns beschützen und uns sehr lieb haben.“

Isabellas Augen leuchteten, sie sah anders aus, als sie es sonst tat, beobachtete der Vater. Und in ihm machte sich ein Gefühl der Geborgenheit breit, er wusste, dass seine Tochter recht hatte, er hatte es auch gespürt und er spürte es noch immer.

„Sein Name ist Raphael!“, sprach Isabella weiter „und er geht niemals fort, wir können ihn rufen, jederzeit und er wird da sein, einfach so, weil er uns liebt!“

 

(Quelle: http://eva-maria-eleni.blogspot.com)

 

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