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Auf dass die Liebe stärker ist als die Angst

By on 10. Januar 2019, in Inspirationen

Zum Jahresbeginn habe ich einen interessanten Vortrag vom Historiker Dr. Daniele Ganser gehört, von welchem ich gerne ein paar Fakten und Erkenntnisse teilen möchte:

Im Jahr 1800 waren wir 1 Milliarde Menschen auf der Erde.

Seit dann sind wir exponentiell gewachsen – schon nur in den letzten 12 Jahren nochmals um eine Milliarde!

Aktuell sind wir 7 Milliarden Menschen auf der Erde, aufgeteilt in 193 (eigentlich ziemlich willkürlich gesetzte) Länder.

Für dieses Wachstum war eine Weiterentwicklung notwendig, eine Revolution der materiellen Verhältnisse (Gesundheitssysteme, Nahrungsentwicklung, Technologien, etc.) – und das haben wir geschafft!

Das ist eine grossartige Entwicklung und ein immenser Fortschritt, den wir Menschen da vollbracht haben! Ein enormer Anlass zur Freude!

Doch was macht diese Entwicklung mit Vielen von uns?

Sie macht uns Angst.

Und das ist schade.

Denn die Angst raubt uns die Energie, die wir nun für die weitere Entwicklung benötigen.

Die ganzen materiellen Verhältnisse bedürfen noch einer Optimierung. Für 7 Milliarden Menschen können wir nicht gleich vorgehen wie für 1 Milliarde Menschen – das ist eigentlich ganz klar, und dennoch versuchen wir im Moment noch genau das.

Beispielsweise die Energieproblematik: Bis jetzt haben wir auf (begrenztes) Erdöl gesetzt, statt auf erneuerbare Energien. Für 1 Milliarde Menschen war dies noch möglich und umsetzbar, für 7 Milliarden Menschen jedoch nicht.

Für die Nahrungsentwicklung sieht es genau gleich aus, und für das Gesundheitssystem und die Technologien.

Gemäss UNICEF sterben momentan 15’000 Kinder pro Tag an Hunger. Das sind knapp 11 Kinder pro Minute. 11 Kinder, die pro Minute sterben, weil sie nicht ausreichend zu essen haben. Und das während in anderen Regionen der Erde der komplette Überfluss herrscht. In denen genau das Essen aus Überfluss entsorgt wird, welches den Kindern das Leben retten könnte.

Die ganzen Möglichkeiten, die ganzen Ressourcen haben wir – jetzt ist unser Verstand, unsere Achtsamkeit, unser Mitgefühl füreinander gefragt!

Wie können wir – alle 7 Milliarden Menschen – glücklich sein, ohne die Umwelt zu zerstören und ohne einander zu bekämpfen?

Solange wir mit der Angst gehen (dazu gehören im Grunde auch Gefühle wie Wut, Ärger, Neid, Verzweiflung und Ohnmacht), können wir nichts erreichen. Denn mit der Angst schwächen wir uns. Und unsere Energie.

Es gibt jedoch viel auf der Welt, was uns Angst machen kann: Gewalt, Folter, (ritueller) Kindsmissbrauch, Krieg, Hunger, um nur ein paar zu nennen.
All das einfach nicht sehen zu wollen, ist nicht die Lösung. Wegschauen, es nicht wahrhaben wollen oder es zu unterdrücken, kostet auch wieder Energie.
Es geht darum, all das zu wissen, diese Klarheit zu haben und dennoch in der Liebe zu bleiben (zur Liebe zählen auch Gefühle wie Freude, Dankbarkeit, Mitgefühl und Vertrauen).
Gerade dann in der Liebe zu bleiben und nicht in die Angst zu gehen.

Wir müssen die Angst anschauen und sie transformieren, sie umwandeln. In Kraft. In Mut. In Liebe.

«Where Focus Goes, Energy Flows.» (Wayne Dyer)

Die Angst ist nur so lange mächtig, wie wir ihr Macht geben. Es geht nicht darum, die Angst oder das «Böse» zu bekämpfen, sondern darum, die Liebe auszuweiten.

Sie zu verbreiten.

Sie strahlen zu lassen.

Und das liegt in unserer Hand – jeden Tag, jede Minute:
Gehe ich mit der Liebe?
Oder mit der Angst?

 


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