Erholungstipp Nr. 11: Die Weisheit unseres Körpers

By on 7. November 2017, in "Gut erholt durch das Jahr"

«Haaaaaatschi»
«Gesundheit»
End of Story.

Jemand ist erkältet, ein anderer wünscht ihm gute Gesundheit.
Und keiner denkt sich etwas dabei.

Aber steckt da nicht mehr dahinter?

Die Psychosomatik erforscht die psychischen Ursachen von körperlichen Krankheiten und Symptomen. Alles was wir erleben und erlebt haben, wird in unseren Körperzellen abgespeichert. Wir haben somit nicht nur unser Gehirn, welches vollgepackt ist mit Erinnerungen – sondern auch unser «Körpergehirn». Und dort sind oftmals Dinge abgespeichert, die wir nicht bewusst abrufen können, die wir vielleicht verdrängen oder gar nicht so richtig wahrnehmen. Wie zum Beispiel unterdrückte Gefühle, nicht erlaubte Träume oder nicht gelebte Wünsche. Und genau diese machen dann indirekt als Krankheitssymptome auf sich aufmerksam.

Es entstehen Spannungen durch den inneren Konflikt, zwischen dem, was wir fühlen, wünschen oder wirklich wollen und der Annahme, genau das nicht zu können oder zu dürfen. Wenn wir diesen inneren Konflikt nicht lösen können, haben wir einen Notfall-Mechanismus zur Verfügung: Unser Geist spaltet die Gefühle ab und „lagert“ sie in bestimmten Organen oder Körperteilen ab und es können Symptome entstehen.

«Die Seele spricht zum Körper:
Geh du voran, auf mich hört der Mensch nicht.
Der Körper antwortet:
Ist in Ordnung. Ich werde krank, dann hat er Zeit für dich.»

Diese Symptome, diese Weisheit unseres Körpers können wir als Ratgeber für ein gesundes und ausgewogenes Leben nutzen: Bei Überlastung stellt uns der Körper beispielsweise oft durch Schmerzen ruhig. Schulter-Nacken-Verspannungen schränken unsere Flexibilität ein und können ein Hinweis auf eine gewisse Überlastung und Halsstarrigkeit sein – vielleicht aus Angst, die Kontrolle zu verlieren? Erkältungen zeigen uns oft auf, wann unsere Grenzen erreicht sind, wir uns verausgabt haben, Ruhe brauchen oder wirklich gerne mal „jemandem etwas husten würden“. Wer sich dauerhaft im Leben überlastet und sich keinen Rückhalt geben lässt, kann Rückenprobleme bekommen. Bei Symptomen des Magen-Darm Traktes geht es oft um «heruntergeschluckte» Probleme. Welche Gefühle, Impulse und Bedürfnisse schlucken Sie immer wieder hinunter? Trauen Sie Ihrem Bauchgefühl? Oder haben Sie Wut im Bauch?

Krankheitssymptome können somit als Botschaften und Hilfestellungen verstanden werden. Sie sind deutliche Hinweise auf innere Konflikte und gleichzeitig Wegweiser für Schritte zur Heilung. Krankheit ist immer eine Chance, sich selbst und das eigene Leben zu reflektieren und die Weichen neu zu stellen. Wenn wir voreilig Medikamente einnehmen, nehmen wir uns selbst genau diese Chance. Und können die Botschaft nicht verstehen.

Zum Glück muss es aber nicht immer bis zu Krankheitssymptomen kommen, denn unser Körper gibt uns schon viel früher Signale – wir müssen sie nur wahrnehmen. Manchmal ist das schon nur ein Unwohlsein, ein ungutes Gefühl im Bauch, eine gewisse Schwere oder Enge. Oder auf der anderen Seite ein gutes Gefühl der Leichtigkeit und Weite. Unser Körper zeigt uns immer ganz genau, was uns guttut – und was nicht.

Versuchen Sie, die Signale Ihres Körpers achtsam wahrzunehmen.
Und hören Sie auf diese.

Wie fühlen Sie sich im Moment?
Was nehmen Sie körperlich wahr?
Was will Ihnen Ihr Körper sagen?

 


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