Erholungstipp Nr. 1: Das Herz ins Gleichgewicht bringen

By on 17. Januar 2017, in "Gut erholt durch das Jahr"

Es gibt Phasen, da kommen wir kaum zur Ruhe. Das Herz pumpt im Eiltempo, die Atmung macht was sie will und irgendwie läuft alles ein bisschen durcheinander im eigenen Körper. Stress, Angst, Sorgen, Traurigkeit oder Zorn können chaotische Herzfrequenzen erzeugen.

Um langfristig gesund, ausgeglichen und innerlich ruhig zu bleiben, ist jedoch eine harmonische Herzfrequenz erforderlich. Wenn sich das Herz, die Gedanken und die Emotionen in einem Gleichgewicht befinden, sprechen wir von einem Zustand der Kohärenz.

Diese Kohärenz bedeutet eine gleichmässige Herzfrequenz. Dies hat nichts mit der Anzahl der Herzschläge an sich zu tun, sondern nur mit deren gleichmässigem Wechsel. Kohärenz lässt sich bei einem Puls von 50 genauso erzeugen wie bei einem Puls von 150.

Um das Herz in dieses Gleichgewicht zu bringen, respektive um die Herz-Kohärenz herzustellen, gibt es eine sehr einfache Übung (entwickelt vom HeartMath-Institut in Kalifornien):

Herz-Kohärenz-Übung

  1. Atmen Sie zweimal langsam und tief ein und wieder aus. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Atmung und pausieren Sie nach dem Ausatmen kurz, bis der Körper von sich aus nach dem nächsten Atemzug verlangt. So können Sie auf die „Körperbremse“ treten und den entspannenden Parasympathikus aktivieren.
  2. Atmen Sie weiter, langsam und tief, ohne die Atmung willentlich zu beeinflussen. Legen Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Herzbereich. Sie können Ihre Hand auf den Brustkorb legen, um den Fokus zu erleichtern.
  3. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie würden durch Ihr Herz atmen. Stellen Sie sich bildlich vor, wie Sie langsam durch Ihr Herz ein- und wieder ausatmen.

Die Aufrechterhaltung Ihrer Aufmerksamkeit und die Atmung durch Ihr Herz bringen Sie in einen Zustand der Leichtigkeit. Der Herzschlag und die Atmung gleichen sich an und werden synchron. Das Herz ist im Gleichgewicht.

Wenn Sie bereit sind mit dem Rest des Tages fortzufahren, können Sie dies nun ausgeglichen und mit mehr Energie tun.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Herzlichst,
Ramona Wunderlin

Übrigens: In dieser Kohärenz, also diesem Gleichgewicht, kann sich das Herz auch viel besser an Veränderungen anpassen – es liegt eine hohe sogenannte „Herzratenvariabilität“ (HRV) vor.
Mehr dazu finden Sie im Artikel „Ist Stress messbar? – Oder: was uns die HRV verrät“.

 


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